Rund 300 Menschen demonstrieren für sichere und saubere Mobilität auf der Mülheimer Brücke Köln

Rund 300 Menschen haben am Sonntag auf der Mülheimer Brücke für eine sichere und gerechte Aufteilung des Verkehrsraums demonstriert. Unterstützt wurde die Aktion von mehr als 20 lokalen Organisationen und Initiativen.
 
Hintergrund der Demonstration ist die aktuelle Situation auf der Mülheimer Brücke, auf der sich Radfahrende und Fußgänger:innen deutlich zu wenig Platz teilen müssen. Die Teilnehmenden forderten, den Radverkehr nach Abschluss der Sanierung auf beiden Seiten der Brücke auf breite Radstreifen auf der Fahrbahn zu verlegen.
 
In mehreren Redebeiträgen, unter anderem von Kölner Stadträten sowie Landtagsabgeordneten, wurde insbesondere auf die hohe Belastung des Stadtbezirks Mülheim durch Luftschadstoffe und Verkehrslärm hingewiesen. Diese wirke sich nachweislich negativ auf die Gesundheit der Anwohner:innen und ihre Lebenserwartung aus. „Eine erneute Ausrichtung der Brücke auf vier Fahrspuren für den Autoverkehr würde noch mehr Auto- und LKW-Verkehr durch unsere Wohngebiete führen und das Leben der Menschen in Mülheim verkürzen“, drückte Tim Schanze vom Fahrrad-Entscheid Köln seine Sorgen aus. 
 
Nach Abschluss der Kundgebung nutzten die Teilnehmenden die für den Autoverkehr gesperrte Mülheimer Brücke für eine gemeinsame Überquerung zu Fuß und mit dem Fahrrad. Damit machten sie erlebbar, wie eine sichere und entspannte Nutzung der Brücke für den Umweltverbund aussehen kann.
 
„Die heutige Demonstration zeigt, dass viele Menschen in Köln eine Mülheimer Brücke wollen, die sicher ist und die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner ernst nimmt“, erklärt Günter Hermkes von der Initiative Neue Mülheimer Brücke. „Wir erwarten von Politik und Verwaltung, dass die Brücke nach der Sanierung so gestaltet wird, dass sie die Verkehrsbelastung nicht noch weiter verschärft und allen Verkehrsteilnehmenden gerecht wird – egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto.“